← WeinDaheim Beispielshop für ein Weingut — Betrieb, Weine und Zahlen sind erfundenBeispielshop — alles erfunden Ansicht für den Betrieb So etwas für meinen Betrieb
Sandbühl
Zum Inhalt springen
Jule Sandbühl in der Rebzeile

Übernommen 2021, umgestellt seit 2021

Meine Eltern haben hier vierzig Jahre Riesling und Müller-Thurgau gemacht, mit acht Spritzungen im Jahr und einem Traktor, der jedes Mal durch dieselben Gassen fuhr. 2016 hat mein Vater zwei Hektar pilzwiderstandsfähige Sorten dazwischengesetzt, mehr aus Neugier als aus Überzeugung. Aus genau diesen Zeilen kommen die ältesten Weine, die heute im Sortiment stehen.

2021 habe ich übernommen und im selben Herbst die ersten Zeilen gerodet: zwei Hektar Müller-Thurgau und Portugieser, die nicht mehr trugen. Nachgepflanzt ist seit 2022; diese Zeilen tragen seit der Lese 2024. Deshalb ist die Ertragsfläche in den ersten Jahren kleiner als der Betrieb.

Die Umstellung hat drei Jahre gedauert — so lange schreibt die Verordnung vor, bis eine Ernte als Bio gelten darf. Seit 2024 sind wir zertifiziert. Vier Weine im Sortiment stammen noch aus den Jahren davor; die heißen dann auch so und tragen kein Siegel.

Was sich wirklich geändert hat, ist nicht die Urkunde, sondern der Kalender: zwei Durchfahrten statt acht. Das ist der ganze Unterschied, und es ist ein großer.

Die Einfahrt des Weinguts: verputztes Wirtschaftsgebäude mit Holztor

Der Boden macht die Arbeit

Buntsandstein und Lösslehm liegen hier auf engem Raum nebeneinander — teils innerhalb derselben Zeile. Der Sandstein bricht in handgroße Scherben und wärmt sich schnell auf, der Lösslehm darüber hält das Wasser. Beides zusammen ist der Grund, warum hier trotz zwei Durchfahrten im Jahr überhaupt etwas reif wird.

Der Boden im Weinberg von oben: grob gebrochener roter Buntsandstein zwischen hellem Lösslehm